Lebendige Herbstsynode der Evangelischen Kirche

Dies diesjährige Herbstsynode der Evangelischen Kirche in Oberhausen fand am 14. und 15. November in der Auferstehungs-Kirchengemeinde statt. Die Teilnehmenden diskutierten lebendig, immerhin geht es um nicht viel weniger als die Zukunft der Evangelischen Kirche in Oberhausen.

Güte, Treue, Friede, Gerechtigkeit – das waren die zentralen Aspekte im Auftaktgottesdienst, den Pfarrerin Petra Gunkel leitete. Werte, für die die Evangelische Kirche einsteht und die in aktuellen Zeiten geopolitischer Konflikte immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Zu Beginn der Synode berichtete Claudio Gnypek von der Vereinten Evangelischen Mission von einer Reise nach Südafrika, die er gemeinsam mit drei Gemeindemitgliedern aus Oberhausener Kirchengemeinden Mitte Oktober unternahm. „Die Überwindung der Apartheit war und ist heute noch immer ein Thema, das die Kirche dort beschäftigt. Dier Reise war beeindruckend, vor allem die Energie, mit der Kirche dort gelebt wird, hat uns tief beindruckt.“

Nach den Reiseeindrücken ging es um den Bericht des Superintendenten und um zwei Anträge des Kreissynodalvorstands, die von der Synode angenommen wurden: Die Leitungsposition im Jugendreferat wird auf eine volle Stelle ausgeweitet und um den Schwerpunkt „Prävention vor sexualisierter Gewalt“ erweitert. Des Weiteren wird die Stelle der Krankenhausseelsorge in einer Stelle „Ehrenamtsqualifikation und Supervision“ umgewandelt.

Der erste Synodentag endete mit Verwaltungsangelegenheiten wie der Feststellung des Haushaltes. „Wir haben kontrovers diskutiert und sind – wie ich finde – zu guten Beschlüssen gekommen. Ich danke allen für diesen lebendigen Synodentag“, sagte Superintendent Joachim Deterding.

Lebendig ging es auch am zweiten Tag weiter. Mit einer kurzen Andacht von Pfarrerin Ursula Harfst startete dieser.

Danach wurde in Arbeitsgruppen über die Zukunft der Evangelischen Kirche diskutiert: Welche Schwerpunkte werden gesetzt? Wie soll Kirche in Oberhausen zukünftig aussehen? Eine Arbeitsgruppe wird sich in den kommenden Monaten intensiv damit beschäftigen und die Arbeitsergebnisse des zweiten Synodentages einfließen lassen.

Nach einem Imbiss ging es noch um Beschlüsse zur Notfallseelsorge und Schulreferat, die Vorstellung des Kirchentages 2027 durch das Landeskirchenamt wurde auf die kommende Synode verschoben.

„Beide Tage haben gezeigt: Wir haben eine lebendige Streitkultur, können Themen in der Sache hart diskutieren, aber finden schlussendlich demokratisch zu Ergebnissen. So stelle ich mir Kirche auf Augenhöhe vor“, so fasste Joachim Deterding die beiden Synodentage zusammen.

  • 17.11.2025
  • Thorsten Ostermann
  • Red