Die Frühjahrssynode der Evangelischen Kirche Oberhausen fand am 12. und 13. Juni 2026 in den Räumlichkeiten der Apostelkirchengemeinde am Tackenberg statt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung standen insbesondere die Zukunft des Flüchtlingsreferates sowie die Frage, wie Kirche in Oberhausen künftig gestaltet werden kann.
Der erste Synodentag am Freitag, 12. Juni, startete mit einem sehr motivierenden Gottesdienst von Pfarrerin Lisa Fuchs und war geprägt von intensiven Beratungen über den Fortbestand des Flüchtlingsreferates der Evangelischen Kirche Oberhausen. Das Referat leistet seit vielen Jahren wichtige Arbeit in der Begleitung, Beratung und Unterstützung von geflüchteten Menschen in der Stadt.
In der Aussprache wurde deutlich, welchen Stellenwert die Arbeit des Flüchtlingsreferates für die Gemeinden und die Menschen in Oberhausen hat. Zahlreiche Synodale brachten ihre Gedanken und Sorgen in teils sehr emotionalen Wortmeldungen zum Ausdruck. Am Ende der Beratungen verständigten sich der Kreissynodalvorstand und die Gemeinden darauf, gemeinsam nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen, um die Arbeit des Referates fortsetzen zu können.
„Die Diskussion hat gezeigt, wie wichtig dieses Arbeitsfeld für unsere Kirche und unsere Stadt ist. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, neue Wege der Finanzierung zu entwickeln“, so Superintendent Joachim Deterding.
Am Samstag, 13. Juni, rückte dann das Thema „Zukunft der Kirche in Oberhausen“ in den Mittelpunkt. Nach einer Andacht von Pfarrer Ralf Kasper ging es dann zur aktiven Mitarbeit aller Anwesenden über: Für diesen Prozess wurde bewusst ein modernes und dialogorientiertes Format gewählt: In vielen kleinen Gruppen tauschten sich die Synodalen über Herausforderungen, Chancen und neue Perspektiven kirchlichen Lebens in Oberhausen aus.
Initiiert hat das Format Supervisor Dirk Riechert – gemeinsam mit dem seit wenigen Wochen aktiven Arbeitskreis mit dem Arbeitstitel: Zukunft.Kirche.Oberhausen. Dieser besteht aus Vertretern aller Oberhausener Gemeinden und Mitarbeitenden des Kirchenkreises. „Wir haben in den vergangenen Wochen ein erstes Zukunftsmodell entworfen, das zukünftig sogenannte Spezial- und Basisstandorte im Stadtgebiet vorsieht. Wir wollen damit einerseits unsere Stärken bündeln, anderseits flächendeckend präsent bleiben – all das vor dem Hintergrund weniger vorhandener Finanzmittel“, so die Mitarbeitenden des Arbeitskreises.
Die Frühjahrssynode machte deutlich: Die Evangelische Kirche Oberhausen steht vor wichtigen Veränderungen, begegnet diesen Herausforderungen aber mit einem starken gemeinsamen Willen zur Gestaltung. In den kommenden Wochen wird es darum gehen, die Energie der Synode in konkrete Maßnahmen umzuwandeln.
