Mendelssohns „Elias“ in der Christuskirche
Nach langer Vorbereitung ist es so weit: Eines der größten und berühmtesten Oratorien der Welt kommt in der Christuskirche an der Nohlstrasse zur Aufführung: Am Sonntag, 21. September, stehen um 17 Uhr ein neunzogköpfiger ökumenischer Chor zusammen mit 9 Solisten und dem Sinfonieorchester Ruhr auf der Bühne und präsentieren den dramatischen Stoff des Elias aus der Feder von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Das Werk ist in vielerlei Hinsicht groß: Zehn Jahre Entstehungszeit, zwei Stunden Spieldauer, opulente Besetzung. „Dicke, starke, volle Chöre“ (Zitat aus einem Brief des Komponisten 1837) schlüpfen etwa in die Rolle des Volkes Israel, der Baals-Priester oder Seraphimen, während ein groß besetztes Orchester und neun Solisten die Handlung erzählen und dramatische Stimmungen erzeugen. Der spannende Stoff des biblischen Propheten im Kampf gegen die Vielgötterei verbindet dabei christliche und jüdische Religion, wie es auch die Biografie des Komponisten tut. Die Aufführung in Oberhausen nun bringt verschiedene Gemeinden ökumenisch zusammen und ermöglicht, dass über 120 Musizierende auf der Bühne stehen.
Es singt die Ev. Singgemeinde gemeinsam mit den Chören von St. Marien, St. Katharina und St. Antonius an der Seite von Inga-Britt Andersson (Sopran), Anna Padalko (Alt), Bo-Hyeon Mun (Tenor) und Gregor Finke (Bass), Theodor Schoffer (Knabe) sowie Chorsoli und wird begleitet vom Sinfonieorchester Ruhr unter Leitung von Danny Neumann und Christian Gerharz.
Am kommenden Freitag, 12.9. findet um 17 Uhr in der Christuskirche eine Werkeinführung statt. Gemeinsam beleuchten die Theologen Ulrich Hein & Melanie Gehrke-Marolt, die Dirigenten Danny Neumann & Christian Gerharz und Elias-Solist Gregor Finke verschiedene Aspekte des Werks. Dabei werden historischer Hintergrund, christliche und jüdische Bezüge, Entstehungsgeschichte und musikalische Details ebenso nahegebracht wie die Nachwirkungen in die heutige Zeit.
Um allen Menschen den Zugang zu ermöglichen ist der Eintritt zu Einführung und Konzert frei, um Spenden wird gebeten. Die Veranstalter danken der Stadt Oberhausen für eine großzügige Förderung.

