Neustart kreiskirchlicher Partnerschaft mit Südafrika: Wer hat Interesse mitzuarbeiten?

Unser Evangelischer Kirchenkreis Oberhausen unterhält drei internationale Partnerschaften mit Kirchenkreisen in Indonesien, Tansania und Südafrika. Die Letztgenannte war zuletzt allerdings in eine Art ‚Ruhemodus‘ geraten.

Inzwischen aber ist es dem für die Partnerschaften zuständigen kreiskirchlichen „KED-Ausschuss“  gelungen, die Kontakte zur „Region Freestate & Lesotho“ der „Uniting Reformed Church in Southern Africa“ (URCSA) wieder aufzunehmen.

Diese Partnerschaft ist aus seit 1980 gepflegten Kontakten zum „Beleydende Kring“ (= „Bekennenden Kreis“) in Südafrika heraus entstanden. In diesem Kreis  haben sich  Christinnen und Christen gegen Rassismus und die Rassentrennungspolitik der „Apartheid“ in ihrem Land zur Wehr gesetzt. Der Kirchenkreis  Oberhausen war im Deutschland jener Zeit eine der besonders engagierten Organisationen im Kampf um ein Ende der Apartheid.

Auf die Solidaritätserfahrungen im gemeinsamen Einsatz für eine Welt ohne Rassismus baute dann der 2003 unterzeichnete Partnerschaftsvertrag mit der URCSA auf, die versucht, die vorher nach Hautfarbe getrennten reformierten Kirchen zu vereinen und damit der multikulturellen Gesellschaft gerecht zu werden.

Seither gab es viele Einzelkontakte, aber auch größere Aktionen. So war 2004 eine Delegation aus Südafrika im Rahmen des 50-jährigen Kirchenkreisjubiläums im Rahmen einer Konferenz mit allen Partnern zum Thema „Wasser“ zu Gast in Oberhausen. Zwei Jahre darauf dann besuchte uns eine südafrikanische Delegation zum Weltgebetstag der Frauen (siehe Foto).

Im Jahr 2010 gab es eine Jugendbegegnung  von neun jungen Oberhausener Erwachsenen in Lesotho und Freestate, gefördert durch den KED Ausschuss. Ein gutes Jahr später erfolgte dann der Gegenbesuch einer südafrikanischen Jugendgruppe über Weihnachten und Silvester in unserem Kirchenkreis.

Danach wurde es allerdings zunehmend ruhiger um die Partnerschaft. Langjährig an deren Pflege Beteiligte kamen ‚in die Jahre‘, andere wechselten  an andere Orte – ausbildungsbedingt gerade auch viele Teilnehmende der Jugendbegegnung , andere aus dienstlichen Gründen…

Nachdem der Kontakt zum Partnerkirchenkreis wieder aufgenommen wurde, der die südafrikanische Provinz „Freestate“ und das selbständige Königreich „Lesotho“ umfasst, suchen wir nun Menschen, die im Rahmen des „KED-Ausschusses“ Interesse daran haben kirchliche Kontakte und Austausch dorthin zu pflegen – inzwischen durch die unter „Corona“ ausgebauten elektronische Medien sicher enorm erleichtert.

Interessierte können sich bei der Vorsitzenden des KED-Ausschusses melden: Pfarrerin Christiane Wilms, Wasserstr. 21, 46147 Oberhausen, Tel. 0208-685140; E-Mail: christiane.wilms@ekir.de .

Andreas Odlozinski

P.S.: „KED“ steht für „Kirchlichen Entwicklungs-Dienst“, dazu aber auch Mission und Ökumene.

 

  • 7.7.2021
  • Red
  • Red