Verdienstkreuz am Bande für Oberhausenerin Frauke Heiermann

Frauke Heiermann hat sich in besonderer Weise für die regionale ökumenische Arbeit in der Region Westliches Ruhrgebiet engagiert. Fast von Beginn an war sie Mitglied im damals bestehenden Kuratorium des Gemeindedienstes für Weltmission (GfW), seit 1998 Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ). Von 1981 – 2012 hat sie den Kirchenkreis Oberhausen im Kuratorium des GMÖ vertreten. Von 1992 -2012 hatte sie das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden inne. Sie war in dieser Zeit eine wesentliche Stimme, die immer wieder auf die Bedeutung der ökumenischen Bewegung und den Ökumenischen Rat der Kirchen für unsere Kirche hingewiesen hat. An dieser Stelle würdigen wir ihren unermüdlichen Einsatz gegen Rassismus und die Partnerschaftsarbeit mit der Uniting Reformed Church in South Africa (URCSA). Das Engagement für den konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung war damit verbunden. Sie war immer eine konstruktiv-kritische, prophetische Stimme für die an den Rand gedrängten Menschen, Menschen auf der Flucht, und besonders die betroffenen Frauen! Wir sind sehr dankbar für die Zeit, in der sie die regionale ökumenische Arbeit des GMÖ begleitet und gefördert hat! Bis heute ist sie im Ausschuss „Kirchlicher Entwicklungsdienst und Ökumene“ des Ev. Kirchenkreises Oberhausen“ aktiv. Oberkirchenrätin Rudolph betont Einsatz für Ökumene und Gerechtigkeit

Düsseldorf/Oberhausen. Heute erhält Frauke Heiermann, leidenschaftliche Ökumenikerin und langjähriges Mitglied der rheinischen Landessynode, in Oberhausen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Zu der hohen Auszeichnung gratuliert ihr Oberkirchenrätin Barbara Rudolph , hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Düsseldorfer Landeskirchenamt, auch im Namen der Evangelischen Kirche im Rheinland herzlich: „Wir verdanken Dir sehr viel.“

In einem persönlich gehaltenen Brief schreibt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph: „Dein Einsatz für die Überwindung des Apartheidsystems in Südafrika und die vielen persönlichen Kontakte zu Südafrikanern, insbesondere auch zu Südafrikanerinnen, waren für viele, auch für mich als junge Studentin, beispielhaft. Du hast Widerstand nicht gescheut, dich für die Zahlung von Kirchensteuermitteln an den Sonderfonds zur Bekämpfung des Rassismus eingesetzt und im Kirchenkreis Oberhausen tiefe Spuren hinterlassen, die bis heute das Engagement des Kirchenkreises für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung prägen.“

„Vorbild für viele Menschen in unserer Kirche und darüber hinaus“

In den vergangenen Jahren habe Frauke Heiermann mit der Frauengruppe von Geflüchteten in Oberhausen regelmäßig Frauen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zusammengeführt. „An dieser Frauengruppe kann man erkennen, was für Dein Engagement insgesamt gilt: Du hast den Worten immer Taten folgen lassen und bist zu einem Vorbild nicht nur für mich, sondern für viele Menschen in unserer Kirche und darüber hinaus geworden“, schreibt Barbara Rudolph weiter. „Eine Gesellschaft, die Menschen wie Dich auszeichnet, erfüllt mich mit Hoffnung für eine gerechtere Welt.“

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Foto: Helmut Müller, Oberhausen

  • 2.7.2021
  • Red
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